St. Bonifatius Fulda  -  Kirchstr. 10-12   -  36039 Fulda   -  0661 52280   -   pfarramt@bonifatius-horas.de
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Die St. Bonifatius-Kirche a.) Das Äußere der Pfarrkirche Vorbild für den Bau der St. Bonifatius-Kirche war die Marburger St. Elisabethkirche. Die neugotische Kirche ist eine dreischiffige kreuzförmige Anlage mit einem viergeschossigen Glockenturm, der an der Westfassade dem Mittelschiff vorgestellt ist. Am Längs- und Seitenschiff sind die Stützpfeiler mit Strebebögen verbunden, die mit kleinen Spitztürmchen mit Wasserspeiern versehen sind. Hinter dem Querschiff wird das vierjochige Längsschiff noch um ein Joch bis zum fünfseitigen Chor weitergeführt. Über der Vierung befindet sich ein kleiner Dachreiter mit Spitzhelm.
Der viergeschossige Glockenturm hat im vierten Geschoss eine Turmuhr mit einem Ziffernblatt auf jeder Turmseite. Die Uhr wurde im Jahr 2000 durch eine Funkuhr ersetzt und auch die Ziffernblätter wurden erneuert. Der Turm ist bekrönt mit einer umlaufenden Galerie mit vier spitzen Ecktürmchen und Spitzhelm auf dessen Mitte sich ein kleines Türmchen mit Turmknopf, Kreuz und Wetterhahn befindet. Der Turm ist flankiert von zwei runden viergeschossigen Treppentürmen mit spitzem Kegeldach
Über dem zweitürigen Hauptportal im Glockenturm befindet sich eine Steinplastik des heiligen Bonifatius.
Die Grundsteinlegung der vom Paderborner Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig sen. entworfenen Pfarrkirche St. Bonifatius, fand am 16. Oktober 1881 statt. Der Grundstein mit der Inschrift „Grundsteinlegung am 16. Oct. 1881“ befindet sich links vom Hauptportal.
b.) Innenausstattung Das Kircheninnere bildet eine dreischiffige Basilika mit drei Säulenpaaren im Langhaus und ein Querschiff in Höhe der Vierung. Dem Längsschiff ist an der Westseite eine Eingangshalle im Glockenturm vorangestellt. In der Eingangshalle befindet sich an der linken Seite eine Tonplastik des hl. Antonius von Padua von Benita Schnell-Stevenson (Fulda), die am 15. Februar 1959 geweiht wurde. An der rechten Seite befindet sich ein Ölgemälde „ Maria vom guten Rath“, welches wahrscheinlich aus dem ehemaligen Fuldaer Jesuitenkolleg stammt. Die Eingangshalle trennt ein grußeisernes Gitter von der dreischiffigen Kirche, welches es ermöglicht auch tagsüber im Gotteshaus zu beten und an den am Gitter vorgesehen Kerzenhalterungen Opferlichter zu entzünden.
Die moderne Altarraumausstattung, aus rotem Sandstein gearbeitet, stammt von Wolfgang und Anna-Maria Kubach aus Bad Münster am Stein-Ebernburg. Dazu gehören: Tabernakelstele, Ambo, Kredenz und Sedilien. Die Ecken des Blockaltars(geweiht am 20.10.1974) zeigen die vier Evangelisten-Symbole, der Bronzetabernakel ist mit Bergkristallen geschmückt. Die Umgestaltung des Altarraumes war erforderlich geworden, um die Verhältnisse der Liturgie nach dem zweiten Vatikanum anzupassen. Die alte, schlichte steinerne Mensa des Hochaltares von 1958 befindet sich als Freialtar auf dem Kirchplatz.
Ein besonderes Juwel stellen die Chorfenster von Prof. Crodel aus München von 1959 dar. Die untere Fensterreihe mit den fünf in satten dunklen Farben gehaltenen Fenstern bildet den Hintergrund zu dem Hängekruzifix mit holzgeschnitzten Korpus über dem Altar. Die obere Fensterreihe symbolisiert mit ihren hellen Farben den Himmel, die Erlösung nach dem Dunkel des Todes. Die Thematik der oberen Fensterreihe ist dem 5. Kapitel der Geheimen Offenbarung des Johannes entnommen. In der Mitte ist der Thron Gottes sichtbar. Davor ist das Lamm dargestellt und um den Thron herum sieben Augen. Die sieben Augen symbolisieren die sieben Geister, die in die Welt gesandt sind. Zu Füßen des Thrones sieht man den Regenbogen und die sieben Leuchter. Die beiden Seitenfenster zeigen die vier Wesen Engel, Löwe, Adler und Stier sowie die vierundzwanzig Ältesten auf ihren Thronen. Die beiden Seitenaltarfenster stammen ebenfalls von Prof. Crodel (1974) und zeigen die Madonna mit Kind und den hl. Josef, den Arbeiter. Die übrigen Fenster stammen aus der Erbauungszeit der Kirche.
Die beiden Seitenaltäre sind neugotisch. In der linken Seitenkapelle stellt das Altarbild, welches vom alten Hochaltar stammt, die Verkündigung Mariens dar. Ebenfalls in der linken Seitenkapelle befindet sich der Taufstein aus der alten Wendelinuskapelle. Er besteht aus einem ornamentierten Balusterfuß und einem achtseitigen Becken mit der Inschrift „Anno 1660“. Das Altarbild des rechten Seitenaltares stellt die Szene der Verkündigung Mariens dar. Ebenfalls in der rechten Seitenkapelle befindet sich eine Holzplastik des hl. Josefs von Rudolf Fleck, Fulda (1963).
In den beiden Querschiffen befinden sich zwei neugotische Beichtstühle. Neben beiden Beichtstühlen befinden sich hochrechteckige Ölbilder vom alten neugotischen Hochaltar, der bei der Neugestaltung des Altarraumes 1974 entfernt wurde. Die Gemälde im linken Querschiff lins vom Beichtstuhl stammen von der Rückseite, rechts von der Vorderansicht des alten Hochaltares. Von links nach rechts stellen sie dar: 1. Hl. Bonifatius wird mit der Keule erschlagen, 2. Hl. Bonifatius als Bischof mit Pallium und der Stadt Mainz im Hintergrund. 3. Hl. Margaretha mit Kreuzstab und Drachen und 4. Hl. Katharina mit Schwert und Rad. Im rechten Querschiff befindet sich eine Holzplastik der Gottesmutter von Josef Fleck, Fulda (1930) und im linken Querschiff vom selben Künstler eine Herz-Jesu-Statue.
Im Altarraum befindet sich eine fast lebensgroße Holzplastik des hl. Bonifatius von Rudolf Fleck, Fulda.
In den beiden Seitenschiffen ist der Kreuzweg eingearbeitet, eine moderne Terrakotta-Arbeit von Benita Schnell-Stevenson, Fulda (1958). Die Reliefs zeigen beispielhaft die Zurückführung des dargestellten Gegenstandes auf wesentliche Elemente. Die entschlossenen Vereinfachung und der jeweilige Szenenausschnitt zeigen den Christuskopf und laden zur Betrachtung der Passion Jesu ein.
Das frühere Altarbild des linken Seitenaltares befindet sich im rechten Seiteneingang und stellt die Krönung Mariens über der Kulisse der Stadt Fulda und der Horaser Kirche dar. Umgeben wird es mit den übrigen Rosenkranzgeheimnissen.
Ebenfalls im rechten Seiteneingang hängt ein kleines ovales Ölbild des hl. Franz Borgia und ein Ölbild, das wahrscheinlich aus dem alten Jesuitenkolleg stammt, stellt den heiligen Bonifatius dar und trägt die Signatur C. (Clemens) Witzel 1866.
Im linken Seiteneingang befindet sich ein neugotischer Altaraufsatz, der den Tod des hl. Josef darstellt, und das früher das Altarbild des rechten Seitenaltars war.
Wahrscheinlich ebenfalls aus dem alten Jesuitenkolleg stammen die beiden anderen Bilder. Das eine ovale Ölbild zeigt den hl. Aloysius von Gonzaga, das andere ist das barocke Altarblatt des Oratoriums des Jesuitenkollegs und ist eine nicht signierte Arbeit des Fuldaer Hofmalers Emanuel Wohlhaubter. Es stellt die Gottesmutter dar die dem vor ihr knieenden Stanislaus Kostka das Jesuskind überreicht. Ebenfalls befindet sich hier das frühere Altarbild der Wendelinuskapelle, welches den hl. Wendelinus darstellt.
Die ursprüngliche Orgel von Fritz Clewing, Fulda, von 1898 umfasste ursprünglich 20 Register. Sie wurde 1953 durch die Gebrüder Späth ungebaut und auf 31 Register erweitert. Am 12.12.2004 wurde die neue Orgel, ein Werk der Firma Karl Schuke Berliner Orgelbau Werkstatt durch Bischof Heinz Josef Algermissen eingeweiht. (nähere Erläuterungen siehe Orgel)
Die St. Bonifatius-Kirche hat heute ein Fünfgeläute der Firma Otto / Bremen.  Die größte Glocke ist die Herz-Jesu Glocke, die an die Toten der beiden Weltkriege erinnert und stammt wie die St. Michaelsglocke, die Ave-Maria Glocke und die St. Josefsglocke stammen aus dem Jahr 1949. In der Sakristei befindet sich ein neugotischer Ankleidetisch mit zwei kleinen Holzfiguren,  die den hl. Sturmius und die hl. Lioba darstellen. Ebenfalls in der Sakristei befinden sich der Reliquienschrein  des alten Marienaltares und vier Ölbilder von der alten Kanzel, die die vier Evangelisten darstellen. Die St. Bonifatius-Kirche besitzt eine holzgeschnitzte Weihnachtskrippe mit 25 Figuren in einer Oberammergauer Arbeit.