St. Bonifatius Fulda  -  Kirchstr. 10-12   -  36039 Fulda   -  0661 52280   -   pfarramt@bonifatius-horas.de
Kreuzweg in St. Bonifatius  (gestaltet von Frau Benita Stevenson-Schnell) Herr Jesus Christus Betend wollen wir deinen Kreuzweg nachgehen. Dankbar betrachten wir das große Erbarmen, mit dem du unsern Ungehorsam gesühnt und unsere Sünden getilgt hast. In dieses Erbarmen empfehlen wir unsere Lieben und alle Menschen – und auch uns selber mit unsern Sünden und unserm Leid. 1. Station Jesus wird verurteilt  Alle sind gegen ihn. Drohend ballen sie ihre Fäuste. Sie wollen ihn nicht mehr sehen. Er soll den Mund halten – möglichst für immer. Er bleibt ruhig und gelassen. Viele sind gegen uns. Sie wollen uns mundtot machen. Mutlos möchten wir nachgeben – oder einen falschen Frieden schließen. Herr, lass uns standhaft bleiben 2. Station Jesus nimmt willig das Kreuz Hoch ragt das Kreuz auf, unmenschlich hoch, fast zu groß für ihn! Doch er drückt sich nicht. Er streckt seine Hände dem Kreuz gentgegen. Er will sein Kreuz tragen. Auch in unserem Leben kann es schwer werden. Es kommen viele Aufgaben auf uns zu. Wir möchten allem Unbequemen ausweichen. Täglich neu müssen wir ja sagen zu Gott, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. JA, Vater! – Dein Wille geschehe! 3. Station Jesus fällt unter dem Kreuz Sein Kreuz hat ihn zu Boden geworfen. Alles wird ihm zu viel. Ist jetzt alles aus? - Ist alles zu Ende? Doch er blickt aufwärts. Er nimmt noch einmal alle Kraft zusammen. Er wird weitermachen – bis zur Vollendung. Auch wir werden zu Boden gedrückt. War alles nutzlos? - War alles umsonst? Sollen wir enttäuscht aufgeben? Herr, gib uns Mut zum Durchhalten! 4. Station Jesus begegnet seiner Mutter Die Blicke von Mutter und Sohn begegnen sich schweigend. Das Leid ist unsagbar, unaussprechlich. In Liebe sind sie einander zugetan. Sie verstehen sich. Maria wird ihn im Leid begleiten. Er weiß, dass sie da ist. Wir möchten oft unser Leid laut hinausschreien, sind jedoch blind, wenn andere leiden. Wir wollen einer des anderen Last tragen. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder. 5. Station  Simon hilft beim Kreuztragen Simon hat hart gearbeitet. Er ist müde und will nach Hause. Mit Verbrechern will er nichts zu tun haben. Verständnislos schaut er von oben auf Jesus herab. Er hilft nicht freiwillig, sondern gezwungen. Laut melden wir unseren Anspruch auf Freizeit an: Lasst mich in Ruhe! Die anderen sollen sehen, wie sie fertig werden! Wir dagegen sind bedrückt, wenn unsere Not übersehen wird. Herr, lass uns den Nächsten lieben wie uns selbst! 6. Station  Veronika hilft Jesus Veronika fürchtet nicht den Spott der Leute. Sie tritt aus der Masse heraus. Sie setzt sich ein. Sie hat einen Blick für die Not. spontan hilft sie, so gut sie kann. Unvergesslich bleibt ihr der dankbare Blick Jesu. Oft könnten wir fremde Not lindern. doch wir nehmen übertriebene Rücksicht auf die Leute. Wir haben Angst vor dem verächtlichen Gerede. Was wir für den Mitmenschen tun, tun wir für dich, o Herr! 7. Station Jesus fällt zum zweiten Mal Er bricht erneut zusammen unter der Belastung. Wer ist bereit zu helfen? Wer geht ein Stück des Weges mit ihm? Kraftlos sind die Hände geworden, zu schwach für das Kreuz. Und doch muss er seinen Kreuzweg allein vollenden. Im Alltag treffen uns Rückschläge. Ein erneuter Zusammenbruch bleibt kaum erspart. Trotz aller Hilfen müssen wir es allein schaffen. Gott verlässt uns nicht. Herr, du bleibst ja bei uns! 8. Station Jesus und die weinenden Frauen Bestürzung liegt auf den Gesichtern. Sie bedauern ihn mit vielen Worten, doch es hilft niemand. Unverständlich bleibt ihnen das Kreuz. Sie ahnen nicht, dass Jesus wegen ihrer Sünden leidet. Wir klagen schnell über ein unfassbares Schicksal. All zu oft sehen wir vordergründig nur das Kreuz. Tiefer verstanden ist alles Leid eine Folge menschlicher Überheblichkeit. 9. Station Jesus fällt zum dritten Mal 10. Station Jesus wird seiner Kleider beraubt 11. Station Jesus wird gekreuzigt 12. Station Jesus stirbt am Kreuz 13. Station Jesus und seine Mutter 14. Station Jesus ruht im Grab Der auferstandene und erhöhte Herr Habt Mut! – Ich habe den Tod überwunden. Ich bin bei euch bis ans Ende der Welt. Schaut auf meine Wunden und seid nicht ungläubig, sondern gläubig! Unter den Gestalten von Brot und Wein bleibt seine Erlösung für uns zugänglich. Es ist unchristlich, nur das Kreuz und das Leid zu sehen, ohne die unaussprechlich große Freude der Auferstehung zu bedenken. In keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet, die ihn lieben.